Freaks wie wir...

Lebe lieber ungewöhnlich!

„Du FREAK!“ - wird ganz gerne dem Kumpel in neongrüner Stretchhose mit gelben Punkten hinterher gerufen! Oder zur Metal Braut mit Ur-Pils Tattoo auf dem Unterarm!

Aber reicht das wirklich schon aus, um sich als Freak betiteln zu lassen?


Ganz so einfach ist es nicht. Im Gegenteil. Freak-Sein bedeutet entgegen der Meinung anderer zum eigenen „Ich“ zu stehen, seinen Lebenstil zu verteidigen oder sich einfach mal ordentlich am Arsch lecken zu lassen. Das kann echt zur harten Arbeit werden. Im Gegensatz dazu ist das Otto-Normalverbraucherleben ja fast ein Kinderspiel. Frau, Haus, im Sommer nach Malle, Weihnachten bei Mutti Raclette essen, alt werden und endlich sterben! Yippi!

Ein Freak kann, wenn er denn möchte, all das auch haben. Aber eben immer mit einer riesigen Portion kreativen Ausdrucks drin! Ach wie grau wäre wohl die Welt ohne Freaks?

Manch einem Miesepeter, der mit dieser undeutschen Art nicht umgehen kann, wäre diese graue Variante wohl echt lieber. Das geht ja wohl gar nicht! Man kann es aber auch nicht jedem recht machen, gerade als Freak polarisiert man ohnehin sehr stark!

Freak sein ist mehr als nur eine verrückte Einstellung zum Leben. Es ist das Sich-Klar-Werden über die Einmaligkeit des jetzigen Momentes. „Schöner Leben“ könnte so einfach sein!

Wie Charles Bukowski so schön sagte

"Registrieren, einfangen, Gas geben, mitnehmen, weitergeben!"

Wer das nicht verstanden hat, ist kein Freak und soll mich bitte hinten rum!


Text: Jörn Dreßler

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