Blackmail

Anima Now

imageWenn Synchronsprecher sterben, stirbt auch ein Teil des Hauptdarstellers. Das weiß ein jeder Cineast. Austauschen lässt sich eine markige Charakterstimme nicht so leicht, ohne das Gesamtbild zu verwässern oder schlimmstenfalls die Fans zu verprellen. Wenn allerdings gleich einer der gefeierten Hauptdarsteller selbst wegbricht und fortan ein riesiges schwarzes Loch im Drehbuch klafft, kriegen auch gestandene Erfolgregisseure mitunter kalte Füße.
Was tun? Die Geschichte mit einem Heldentod beschließen und auf Legendenstatus hoffen? Mit zweitklassiger Besetzung leichte Trendkost und seelenlose Fortsetzungen verkaufen?
„Von wegen!“, sagt die hochgeschätzte Indierock-­Institution Blackmail und fordert mit ihrem brandneuen Album kurzerhand: „Anima Now!“ Ein Interview mit dem “Neuen”: Mathias Reetz.

Gab es nach der Trennung von dem bisherigen Sänger Aydo Abay auch den Gedanken aufzuhören oder war die Reaktion eher „Jetzt erst recht!“?
Als ich in die Band gekommen bin, gab es nie ein Anzeichen dafür, dass alles aufzugeben. Der Wunsch in dieser Band zu sein und Musik zu machen, die uns berührt, war immer größer.
Letztlich war es ein absolutes Bauchgefühl das fortzuführen, weil es ad hoc so gut zwischen uns geklappt hat - Wir hatten sofort dieses spezielle und wichtige „Bandgefühl“.

imageWie bist Du mit der Band zusammen gekommen?
Es war einfach ein glücklicher Zufall, oder Schicksal. Wir kannten uns durch Aufnahmen im Tonstudio45. Es war aber keine aktive Suche nach einem neuen Sänger, sondern es hat sich eher ergeben, dass wir direkt einen menschlichen und kreativen Draht zueinander hatten. So was kann im Leben passieren- es passte und passt einfach.

Wer Blackmail zuvor nicht kannte und somit ganz unvorbelastet and das neue Machwerk ran geht, gerät bei der aktuellen Scheibe „Anima Now“ durchgehend ins Schunkeln. Wie haben die „alten“ Fans live auf die neue Besetzung reagiert?
Wir bekommen tolles Feedback von „alten  Fans“, was uns natürlich sehr freut! Das kommt  vor allem live vor, wenn wir nach dem Konzert am Merchstand sind  und mit den Leuten reden. Wir machen das auch bewusst so und „stellen uns“- die Leute könnten uns natürlich auch massiv kritisieren. Im Endeffekt sind alle sehr cool und locker. Sie berichten teilweise, dass sie Sorge gehabt hätten, aber die Platte und das Konzert sie dann aber absolut überzeugt haben.
imageIst schon ein neues Album geplant, oder haltet ihr für die nächste Veröffentlichung euren Schnitt von 2-3 Jahren? Dreizehn, teilweise vierminütige Songs mit Hitpotential lassen einen Mangel an Kreativität jedenfalls nicht vermuten.
Es gibt bereits schon konkretere Pläne zum nächsten Album, wir werden im März 2012 wieder ins Studio gehen.

Ihr seid in diesem Jahr noch bis zum 17. Dezember unterwegs. Bestimmt hattet ihr noch keine Gelegenheit einen Wunschzettel zu schreiben. Wir haben gute Connections zum Christkind. Was wünscht ihr euch denn zum Fest?
2011 war für mich ein tolles Jahr für mich, ich würde mir wünschen, dass das neue Jahre  auch ein gutes wird.
Blackmail


www.blackmail-music.com
www.kleinerklub.de
www.rockstar-ev.de
Kleiner Klub Garage Saarbrücken, Mittwoch, 14. Dezember, ab 19 Uhr

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