Karrierekiller - Party - Pix

„Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“

Karin beim Campen mit Schnapsflasche im Kinderpool. Frank mit einem verkotzten Mariah Carey Shirt bei Rock am Ring. Und Kai beim Junggesellenabschied mit Riesenwindel und Dildo auf der Stirn. Die angesagten Internetplattformen kennt man und jeder Zweite von uns hat selbst einen Account mit verschärften Partypix von sich und seinen Homies am Start. Natürlich machen wir uns alle nass beim Anblick solcher Bilder. Na gut, fast alle. Denn der eigene Arbeitgeber, dieser natürlich alle leicht zugänglichen Informationsquellen nutzt, könnte die „Hardcore-Trichter-Sauf-Gummi-durch-die-Nasezieher“ Seite an dir vielleicht nicht richtig interpretieren.

 Mal Hand aufs Herz. Sicherlich gehört es zur Meinungsfreiheit, sich öffentlich nach eigenem Ermessen darzustellen. Aber bekanntlich gehört es auch zur Meinungsfreiheit, doof zu sein. Wenn ich etwas als zu privat oder extrem betrachte, veröffentliche ich es nicht im Netz. Punkt. Jeder fährt da seinen eigenen Level, aber User die sich im Netz als Profi Kiffer oder als Bon Jovi Fan ausgeben, sollten die Bierflasche ausleeren, das DSL –Kabel aus der Wand zerren und sich schnell schlafen legen. Aber auch die andere Seite ist in Betracht zu ziehen…
Wenn der Arbeitgeber sich aufgrund extremer Alkohol- und Drogen Exesse nicht mehr an seine hemmungslose Jugend erinnern mag und sich deshalb seine jetzige Spießigkeit an solch blöder Internetspionage auslebt. Sollte man sich überlegen, ob man in einem solchen Unternehmen arbeiten will. Das geht ja wohl gar nicht!

Text: Jörn Dreßler

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