Super-Tattoo-Model
Die Liste ihrer Referenzen liest sich wie die eines "normalen" Topmodels. Entgegen dem Konformitätsgulasch, der uns auch heute noch in verschiedenen Formaten vorgegauckelt wird, steht die gebürtige Österreicherin Lexy Hell hingegen an der Spitze einer Gegenbewegung, die den Begriff Schönheit mit Individualität, Toleranz und persönlicher Freiheit verknüpft. Für saar-scene Grund genug sich mit dem Model zu unterhalten.
Du bist ja nun wirklich eines der bekanntesten und meistgebuchtesten Tattoo-Models aus dem deutschsprachigen Raun. Wie ging das bei Dir los?
Das war reiner Zufall. Mit 19 Jahren war ich auf meiner ersten Tattooconvention, in Wien, und bin dort mit meinem Rücken, der damals schon komplett zugestochen war, bei einem Contest angetreten. Danach wurde ich auch gleich von einem Fotografen angesprochen. Zwei Monate später war ich auf dem Cover eines Tätowier-Magazins. Bald darauf stand mein nächstes Shooting an und so ging das langsam los. Mit knapp 21 Jahren bin ich nach Berlin gezogen und hab mich bei einer Agentur beworben, die haben mich auch sofort genommen. Die ersten Aufträge kamen rein und die Sache wurde irgendwie zum Selbstläufer.
Gab es seitdem etwas an das Du Dich besonders gerne erinnerst?
Es gab einige sehr schöne Erlebnisse etwa mit Greifvögeln oder einem echten Braunbären. Auch ist es sehr interessant einmal hinter die Kulissen eines Musikvideos oder Hollywoodfilms schauen zu können und Leute kennenzulernen, die man sonst nur aus dem TV kennt.
Vor wenigen Jahren noch waren Tattoos verpöhnt. Mittlerweile berichten auch die Mainstream Medien über Leute, die offen ihren Stil leben. Wie erklärst Du Dir diesen Wandel?
Ich denke, dass sich die Leute einfach damit abgefunden haben, dass Tattoos nichts mehr mit Knast zu tun haben und dass es nun mal in der heutigen Zeit dazu gehört. Mittlerweile ist fast jeder zweite tätowiert, auch bekannte Persönlichkeiten. In der Modewelt ist ein tätowiertes Model ebenfalls nichts Neues mehr. Ich finde allerdings, dass es zwischen Mann und Frau noch Unterschiede gibt. Eine Frau, die komplett tätowiert ist hat es auf jeden Fall immer noch schwerer als ein zugehakter Mann. Aber auch das wird sich noch ändern.
Auf unserer Plattform Model Madness unterstützen wir junge Nachwuchsmodelle im alternativen Bereich. Welche Tipps kannst Du den Mädels geben?
Man soll einfach so bleiben wie man ist und sich nicht verstellen. Vor allem nicht abmagern weils jemand sagt, oder sich noch mehr tätowieren lassen nur weil es gerade im Trend ist. Mach das womit du dich wohlfühlst. Es gibt mittlerweile einige gute Karteien, Agenturen oder Communitys, eben wie Model Madness, wo man sich als Model anmelden kann um ein gutes Portfolio aufzubauen. man sollte sich die Fotografen und deren Arbeiten vorher immer gut angucken und ich finde man sollte auch niemals mit Nacktfotos anfangen. Deshalb niemals die eigenen Grenzen überschreiten.
Was sind Deine nächsten Projekte?
Ich habe einige tolle noch geheime Shootings in Planung, auch für Buy-Unlike.de. Ich drehe gerade zwei Filme und im Juni geht es für eine eigene Sendung nach Los Angeles.
Interview: Markus Brixius Bilder: Cora Staab, Stephan Zahn


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