Rockabilly Ruhrpott

Der Film zur Szene
Im größten Ballungsgebiet Deutschlands hält sich seit Jahrzehnten beständig - jenseits von Popkultur und Mainstream - die Rock’n’Roll-Szene. Vereint durch die Liebe zur Musik, den Look der 50er Jahre und dem verinnerlichten Rebellentum leben und feiern die Rockabillies jenseits von gängigen Normen.
Rockabilly Ruhrpott ist der erste Dokumentarfilm über diese lebendige Szene im Ruhrgebiet. Der Zuschauer erhält einen einzigartigen Einblick in eine Subkultur, die sich nach außen hin eher verschlossen gibt. Der Film geht dem Lebensgefühl Rock’n’Roll ebenso auf den Grund, wie dem Dresscode, den Helden und der Liebe zum Ruhrgebiet. Interviews, Konzertausschnitte und Aufnahmen von Land und Leuten vermischen sich zu einem Mosaik, das informiert, unterhält und viel Spaß macht –Rock’n’Roll eben!


Über Rockabilly

Die Geschichte des Rockabilly beginnt Anfang der 1950er Jahre in Memphis (Tennessee/USA) in einem kleinen Studio Namens Sun Records. Die große Ära des Big Band Swing neigt sich ihrem Ende zu und aus einer Mischung aus Blues und Country Musik entsteht eine ganz neue Richtung: Der Rock’n’Roll.

Einen der ersten und wohl bekanntesten Rock’n’Roll-Hits liefern Bill Haley and The Comets mit „Rock Around The Clock“. Nur kurze Zeit später betritt ein neuer Künstler das Parkett - der größte Star, den der Rockabilly je hervorgebracht hat: Elvis Presley. Elvis Presley machte seine ersten Aufnahmen im Sun Records Studio, ebenso wie Carl Perkins, Jerry Lee Lewis und der junge Johnny Cash.

Der Begriff Rockabilly leitet sich aus dem eher abfällig gemeinten Wort Hillbilly ab, was soviel wie Landei - Hügelwilli - heißt. Eigentlich nicht ganz unberechtigt, wenn man sich die Karte der Vereinigten Staaten anschaut, stammt der Rockabilly jedoch aus dem platten Land um Memphis herum; hier wurde er salonfähig gemacht.

In Deutschland wurde der Rock’n’Roll ebenfalls zu Beginn der 50er Jahre populär. Zu den bekanntesten Vertretern gehörten Peter Kraus und Ted Herold, den manche den Deutschen Elvis Presley nannten.

Rockabilly und Rock’n’Roll waren seit jeher mehr als nur Musik: Sie sind ein Lebensgefühl. Früher stand Rock’n’Roll für den Widerstand gegen die Elterngeneration und für Selbstbestimmung. In den damals noch rassengeteilten USA warf man den Rockabillies und Rock’n’Roll vor, die Barrieren zwischen den Rassen zu durchbrechen; nicht selten kam es zu Gewaltausbrüchen.

Heute ist der Rockabilly eine Subkultur geworden, auf die man immer wieder stößt. In allen deutschen Großstädten gibt es Leute mit Tollen, eingefetteten Haaren, Petticoats, Tattoos, hoch gekrempelten Hosen. Gerade im größten Ballungsgebiet Deutschlands, dem Ruhrgebiet, ist der Rockabilly stark vertreten. Es finden ständig Treffen, Konzerte und Parties statt. Auf den 4.435 km² des Reviers findet man Frisöre, Klamottenläden, Tätowierer, Cafes - alles im Zeichen der 1950er Jahre und des Rockabilly.

Der Rockabilly lebt im Ruhrgebiet weiter - und die Bewegung wächst sogar. Das Ruhrgebiet rockt - oder wie der Pottler sagen würde: Ey hömma, de' Pott iss am kochen!

Text und Bild: filmlichter

www.rockabillyruhrpott.de

Donnerstag, 22. September 2011, im Filmhaus Saarbrücken ab 18 Uhr







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