Der Schamane

Mag-Juni-05-2010-web_Page_04...und die Kraft der Träume

Maurizio Galati (50) ist ein waschechter Hurone-Indiander, Schamane und lebt im Nauwieserviertel. Doch das ist noch lange nicht alles, was man über das sympathische Multitalent erzählen kann. Maurizio betreibt verschiedene Kampfsportarten, ist Bogenschütze, schreibt romantische Gedichte, lebt mit zwei Frauen, und engagiert sich für missbrauchte Kinder. Woher er die Power für all diese Dinge nimmt? Maurizio versucht immer die Mitte zu finden, den Ausgleich in allen Dingen. Von Träumen spricht der Indianer immer wieder. In ihnen findet er Inspiration für neue Dinge, die er anpacken will. Überhaupt ist die Vorstellungskraft für den Schamanen ein wichtiger Aspekt. Als religiös bezeichnet sich Maurizio hingegen nicht. Religion lässt nach seiner Ansicht dem Individuum nicht genug Freiraum, um sich zu entwickeln und gerade das ist eine zentrale These für Maurizio. „Man ist nicht gut oder schlecht in Dingen die man tut, sondern entweder unterentwickelt oder entwickelt, so hat man immer die Chance sie zu verbessern“, lautet die Philosophie des Schamanen. Deshalb hat der Indianer auch keine Angst immer wieder neue Projekte anzupacken „Alles was man sich vorstellen kann, kann man auch machen“, sagt Maurizio. Und wie ist das mit den zwei Frauen? „Ganz einfach“, weiß der Maurizio und findet wieder zurück in die bildhafte Sprache des Schamanen „Alle Menschen sind Blumen, wenn man sie empfindsam behandelt, werden sie erblühen“.

Text: Markus Brixius Bild: privat

Erschienen Juli/August 2010

ANMERKUNG DER REDAKTION:
Maurizio hat heute nur noch eine Frau: Diana.

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